Eine Ereigniskarte zeigt Magnitude 5,0. Eine Person bemerkte klirrendes Geschirr, eine andere erlebte starke Erschütterungen. Beide Berichte können stimmen: Die Karte beschreibt die Quelle, die Menschen befanden sich unter unterschiedlichen Bedingungen. Erdbebeninformationen werden verständlicher, wenn Sie Ereignisgröße, örtliche Erschütterungen und Folgen für ein bestimmtes Gebäude auseinanderhalten.
Was die Magnitude misst
Die Magnitude beschreibt die Größe eines Erdbebens an seiner Quelle. Fachleute schätzen sie aus seismischen Aufzeichnungen. Die Momentmagnitude Mw hängt von der verschobenen Bruchfläche, dem Versatz und den Gesteinseigenschaften ab. Bezeichnungen wie ML, mb und Mw kennzeichnen unterschiedliche Verfahren. Jeden veröffentlichten Wert als Messung auf der Richterskala zu bezeichnen, kann deshalb irreführen.
Für ein Ereignis können mehrere Schätzungen vorliegen, und die Quelle kann ihren bevorzugten Wert ändern. Das Erdbeben ist nachträglich nicht stärker geworden: Zusätzliche Stationsdaten oder eine andere Auswertung haben die Schätzung verbessert. Vergleichen Sie Ereigniskennung, Magnitudenart und Aktualisierungszeit, bevor Sie zwei Meldungen als getrennte Beben verstehen.
Warum eine zusätzliche Einheit viel bedeutet
Die Magnitudenskala ist logarithmisch. Bei vergleichbaren Amplitudenmessungen entspricht eine Magnitudeneinheit ungefähr der zehnfachen aufgezeichneten Amplitude. Ein verbreiteter Näherungsvergleich der freigesetzten seismischen Energie ergibt etwa den Faktor 32 je Einheit. Amplitude und Energie sind verschiedene Größen; ihre Faktoren sind nicht austauschbar.
Beim anschaulichen Vergleich von Magnitude 4 und 6 beträgt die Differenz zwei Einheiten. Das ergibt etwa die hundertfache Amplitude und ungefähr die tausendfache Energie. Verglichen werden Ereignisgrößen, nicht ein tausendfacher Schaden. Die Zahl beschädigter Häuser so zu multiplizieren, würde deren Standort und Bauweise außer Acht lassen.
Intensität gehört zu einem Ort
Die Intensität beschreibt die Auswirkungen der Erschütterungen an einem bestimmten Ort. Der USGS verwendet die modifizierte Mercalli-Intensitätsskala, kurz MMI, mit römischen Ziffern. Ihre Zuordnung berücksichtigt beobachtete Auswirkungen auf Menschen, Gegenstände und Bauwerke. Ein Erdbeben erzeugt viele örtliche Intensitäten. MMI IV bedeutet nicht Magnitude 4.
Stellen Sie sich zwei Stadtviertel in ähnlicher Entfernung von einer Verwerfung vor: eines liegt auf Fels, das andere auf weichen Sedimenten. Die Bodenbewegungen können verschieden ausfallen. Wahrnehmung hängt auch vom Gebäude, Stockwerk und der Tätigkeit der Person ab. Zwei Augenzeugenberichte sind nützliche Beobachtungen, aber keine vollständige Messung der Erdbebengröße.
Woher Einschätzungen der Erschütterungen stammen
USGS Did You Feel It? sammelt Fragebögen von Menschen, die ein Erdbeben erlebt haben, und fasst ihre Beobachtungen zusammen. ShakeMap schätzt die räumliche Verteilung von Bodenbewegung und Intensität anhand instrumenteller Aufzeichnungen, Modelle und verfügbarer Zusatzinformationen. Beide Produkte ergänzen sich. Ein eingefärbtes Gebiet bedeutet nicht identische Schäden an allen darin stehenden Gebäuden.
Die Zahl der Fragebögen ist weder die Zahl verletzter Menschen noch eine unabhängige Messung der Erdbebengröße. Sie hängt auch von Bevölkerung, Internetzugang und Beteiligung ab. Eine kleine Gemeinde ohne Berichte ist eine Beobachtungslücke; daraus folgt nicht, dass dort niemand Erschütterungen gespürt hat.
Eine sinnvolle Reihenfolge beim Lesen einer Ereigniskarte
Beginnen Sie mit Magnitude und Magnitudenart und prüfen Sie dann Tiefe, Entfernung, Ereigniszeit und Quellenstatus. Vorhandene Intensitäts- oder Wahrnehmungsangaben sind gesonderte Felder. Übertragen Sie die maximale Intensität eines Ereignisses nicht auf Ihre Adresse. Im offiziellen Bericht steht, welchen Ort oder Bereich eine Schätzung tatsächlich beschreibt.
Die Lektionen zu Magnitude und Intensität sowie das verstellbare Lernmodell in der App helfen, den Unterschied zu erkunden. Das Modell erklärt ein Prinzip, statt Erschütterungen an Ihrem Haus zu berechnen. Ein Favorit erleichtert das erneute Aufrufen; prüfen Sie dabei den Cache-Stand und beachten Sie mögliche Änderungen des Quelldatensatzes.
- Magnitude: Wie groß war das Ereignis an seiner Quelle?
- Intensität: Welche Erschütterungswirkungen gab es am angegebenen Ort?
- Schaden: Welche Folgen für Menschen und Bauwerke wurden festgestellt?
Häufige Fragen
Kann man Magnitude direkt in eine Intensitätsstufe umrechnen?
Eine allgemeine Umrechnung für jede Adresse gibt es nicht. Entfernung zum Bruch, Tiefe, Untergrund und weitere Faktoren spielen eine Rolle. Suchen Sie nach dem ortsbezogenen Intensitätsprodukt der Quelle.
Warum hat sich die Magnitude nach dem Aktualisieren geändert?
Die Quelle kann zusätzliche Aufzeichnungen erhalten oder die Auswertung verfeinert haben. Prüfen Sie Aktualisierungszeit, Magnitudenart und Ereigniskennung. Eine Überarbeitung desselben Datensatzes bedeutet für sich genommen kein weiteres Erdbeben.
Quellen
- USGS — Earthquake Magnitude, Energy Release, and Shaking Intensity
- USGS — How Much Bigger? Magnitude Calculator
- USGS — The Modified Mercalli Intensity Scale
- USGS — Earthquakes: What You Feel
- USGS — DYFI Scientific Background
- USGS — ShakeMap Disclaimer
- USGS — Why/When Does the USGS Update the Magnitude of an Earthquake?
Dies sind Lerninformationen. Folgen Sie bei Notfallentscheidungen örtlichen Behörden und offiziellen Warnungen.